Dancing With Archives


„Dancing with Archives“ widmet sich thematisch dem Thema Tanz und Archiv sowie den vielen Fragen, die damit verbunden sind.

Der erste Einstieg in dieses Thema erfolgte im Juni 2026 im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem Indonesian Dance Festival, dem ältesten Festival für zeitgenössischen Tanz in Südostasien, und dem Goethe-Institut. In Hamburg trafen während der Tanztriennale der in Hamburg lebende iranische Choreograph Sina Saberi und der balinesische Choreograph Mang Tri Ray Dewantara aufeinander. Nach dieser ersten Forschungsresidenz nahmen beide Künstler an einer weiteren gemeinsamen Forschungsresidenzen in Jakarta während des Indonesian Dance Festivals teil, wo sie ihren Austausch  über ihre künstlerische Forschun und Praktiken im Umgang mit bewegten Bildern und lebendigen Archiven fortsetzten.

Die kollaborative Auseinandersetzung mit diesem Thema betrachtet das Archiv nicht als ein Ende oder Ergebnis, sondern vielmehr als Sprungbrett für die Verkörperung und Wiederbelebung von Tänzen - als einen Weg, Tanzgeschichten zu ergründen und aus ihnen zu lernen, die andernfalls verschwinden oder weiter an den Rand gedrängt würden. In diesem Zusammenhang ist das Archiv keine feststehende Aufzeichnung, sondern lebendiges, choreographisches Material: ein Raum zwischen individuellem und kollektivem Gedächtnis, Tradition und intimer Neuinterpretation. Wie kommen wir über verschiedene Tanzkulturen hinweg zusammen und überbrücken dabei die Distanz zwischen Bild, Erinnerung und Körper? Was offenbart die Verkörperung eines Archivs über Geschlecht, Blick und kulturelles Erbe, was das Bild allein nicht offenbart? Und wie wird ein tanzender Körper historisch durch koloniale Begegnungen, Dokumentation, Institutionalisierung, Tourismus und Kulturpolitik konstruiert? Solche Fragen führen auch zu der Überlegung, wie Institutionen Künstler:innen einen respektvollen Raum bieten können, in dem sich diese Forschung organisch entfalten kann, und was Institutionen daraus für ihre kuratorische Praxis lernen könnten.

Die Ergebnisse der ersten Forschungsresidenz wurden bei der Tanztriennale in Form eines Workshops und einer Diskussionsrunde unter Beteiligung von Bertha Bermudez (Forscherin und Co-Direktorin von DANTZAZ) im Rahmen des Forums "Collective Impact" vorgestellt.

Die Ergebnisse der zweiten Forschungsresidenz werden beim Indonesian Dance Festival in Jakarta ebenfalls in Form eines Workshops und einer Diskussionsrunde präsentiert:

30. Oktober 2026, 14:30 h (GMT+7)
Dance Talk: Dancing Body as a Living Archive: Encounter, Memory and Transmission

31. Oktober 2026, 11:00 h (GMT+7)
A Workshop in movement, memory, and transmission


Dancing With Archives ist eine Zusammenarbeit des Goethe-Instituts mit dem Tanztriennale Hamburg e.V. und dem Indonesian Dance Festival Jakarta.


Gefördert als kultureller Leuchtturm durch:
Gefördert von:
Weiterer Hauptförderer:
Tanztriennale Hamburg e.V.
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