CCN Ballet de Lorraine


Auf einer dunklen Bühne mit reflektierendem Boden bilden einundzwanzig Tänzer:innen in bunten Kostümen einen engen Halbkreis. Sie stehen und knien auf unterschiedlichen Ebenen und strecken ihre Arme zu einem gemeinsamen Mittelpunkt aus, wodurch sie mit ihren Händen unter dem Scheinwerferlicht ein geometrisches Muster bilden.
(c) Laurent Philippe

CCN Ballet de Lorraine

Triple Bill

Kampnagel, K6


Jan Martens, Twyla Tharp, Marco da Silva Ferreira
17. Juni 2026, 20.00 h, Festveranstaltung mit Begrüßungsreden
18. Juni 2026, 20.00 h
Dauer ca. 90 Minuten (inkl. Pause)

Deutschlandpremiere

Regulär 28,- bis 40,- EUR/ Ermäßigt 16,- bis 20,- EUR
Tickets

Sprache (n): Ohne Sprache / Keine Sprachkenntnisse erforderlich
Barrierefreiheit: rollstuhlgerecht, Early Boarding (nur am 18.06.), bildstark, mit Hörverstärkung durch Induktionsschleife (im vorderen Sitzbereich), Sitzsackplatz verfügbar, Audiodeskription, Tastführung eine Stunde vor Vorstellungsbeginn am Donnerstag, 18.06.2026, Abhol- und Begleitservice auf Anfrage
Info: Junges Publikum ist willkommen, sofern es sich auf die Dauer und Konzentration eines Tanzabends einlassen kann. Ab 8 Jahren empfohlen. 


Einfache Sprache

Das 1968 gegründete CCN – Ballet de Lorraine ist eines der führenden choreographischen Zentren Frankreichs. Mit einem Ensemble von 25 Tänzer:innen hat sich die Kompanie sowohl durch ambitionierte Neuproduktionen als auch durch ein reiches Repertoire einen Namen gemacht, die die Geschichte des zeitgenössischen Tanzes widerspiegeln. Seit Januar 2025 wird das Ensemble von der visionären Choreographin Maud Le Pladec geleitet.

Mit „Turning Burning“ schuf Jan Martens 2016 seine erste Arbeit für eine Ballettkompanie — ein Stück, das seine langjährige Leidenschaft für Wiederholung und Minimalismus in ein choreographisches Statement für ein großes Ensemble übersetzt. Im Zentrum steht das Motiv des Drehens und der Rotation; zugleich ehrt der Choreograph in diesem kraftvollen und hypnotischen Werk ikonische Persönlichkeite des postmodernen und minimalistischen Tanzes wie Lucinda Childs und Anne Teresa De Keersmaeker.

„The Fugue“ versetzt uns in die avantgardistische Energie des New York der 1970er-Jahre, wo Twyla Tharp — die kürzlich ihr 60-jähriges Schaffen als Choreographin feierte — eines ihrer bekanntesten Werke entwickelte. Inspiriert von Bachs „Musikalischem Opfer“ ist es ein Meisterwerk choreographischer Komposition. Jede:r der drei Performer:innen verkörpert ein musikalisches Register: Bass, Alt und Sopran. Die Musik entsteht durch die Geräusche der Schritte der Tänzerinnen und Tänzer auf einer verstärkten Bühne.

Mit „a Folia“ erforscht Marco da Silva Ferreira die Ekstase, Freude und tranceartigen Zustände, die aus einem gemeinsam erlebten Tanzmoment einer Gruppe entstehen. ‚Folia‘ ist eine festliche portugiesische Volkstradition, die in der Hirtenkultur verwurzelt und frei von gesellschaftlichen Konventionen, Geschlecht oder Klasse ist — ihr Name selbst leitet sich von fole (Blasebalg zum Anfachen eines Feuers), fôlego (Atem) und folga (Ruhe) ab und ruft Bilder von Körpern hervor, die von Arbeit befreit sind und sich hingebungsvoll der Freude überlassen. Genau diesen Geist bringt der Choreograph in einen direkten Dialog mit den Clubtänzen unserer Zeit.

Das Gastspiel findet mit freundlicher Unterstützung des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur statt.

The Fugue
Choreographie: Twyla Tharp
Musik: „Das Musikalische Opfer" von Johann Sebastian Bach
Premiere: 1. August 1970 von der Twyla Tharp Dance Company an der University of Massachusetts, Amherst (USA)
Aufnahme ins Repertoire des CCN – Ballet de Lorraine: 12. November 2015 an der Opéra national de Nancy-Lorraine (Nancy)
Neuinszenierung: 5. November 2025 an der Opéra national de Nancy-Lorraine
Wiederaufnahme 2025: Kaitlyn Guilliland
Wiederaufnahme 2015: Richard Colton
Originalbeleuchtung: Jennifer Tipton
Repetitorin: Valérie Ferrando
Produktion/Ausstrahlung: A propic: Line Rousseau, Marion Gauvent
Version Tänzer: Nathan Gracia, Afonso Massano, Luc Verbitzky
Version Tänzerinnen: Inès Depauw, Angela Falk, Elsa Raymond
Produktion: CCN - Ballet de Lorraine

Turning Burning
Choreographie: Jan Martens
Premiere: 2016 im Rahmen des Programms „Plaisirs inconnus“ an der Opéra national de Nancy-Lorraine
Neuinszenierung: 5. November 2025 an der Opéra national de Nancy-Lorraine
Performer:innen: Jonathan Archambault, Aline Aubert, Alexis Baudinet, Malou Bendrimia, Charles Dalerci, Anéva Dubeaux, Mila Endeweld, Inès Hadj-Rabah, Matéo Lagière, Laure Lescoffy, Valérie Ly-Cuong, Andoni Martinez, Lorenzo Mattioli, Clarisse Mialet, Céline Schoefs, Gabin Schoendorf, Mac Twining
Licht: Eric Wurtz
Kostüme: Atelier costumes du CCN - Ballet de Lorraine
Produktion: CCN-Ballet de Lorraine

a Folia
Choreographie: Marco da Silva Ferreira
Premiere: 7. März 2024, Opéra national de Lorraine, Nancy (Frankreich)
Musik: Luis Pestana
inspiriert von der Musik von Arcangelo Corelli Violin-Sonate in d-Moll "La Folia", Op. 5 Nr. 12
Kostüme: Aleksandar Protic
Beleuchtung: Teresa Antunes
Choreografische Assistentin: Catarina Miranda
Studiendirektorin:Valérie Ferrando
Co-Produktion: Mafalda Bastos und P-ulso
Produktion/Distribution: A propic: Line Rousseau, Marion Gauvent


Gefördert als kultureller Leuchtturm durch:
Gefördert von:
Weiterer Hauptförderer:
Tanztriennale Hamburg e.V.
CCN Ballet de Lorraine
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