Forum
Kurzbiographien Panel-Teilnehmer:innen & Moderator:innen
(in alphabetischer Reihenfolge)
Alpuerto Ritter, Joy
Joy Alpuerto Ritter ist eine philippinisch-amerikanische Künstlerin, die an der Palucca-Hochschule in Dresden Tanz studiert hat. Als preisgekrönte Choreografin und Tänzerin mit Wohnsitz in Berlin tourt sie weltweit mit eigenen Werken und mit Ensembles wie der Akram Khan Company, Wangramirez, Christoph Winkler, Heike Hennig, Zora Snake und dem Cirque du Soleil. Sie bewegt sich zwischen Bühnenproduktionen und gemeinschaftlichen Tanzpraktiken und schlägt dabei eine Brücke zwischen unterschiedlichen kulturellen Ästhetiken und choreografischen Traditionen.
Akıncı, Eylül Fidan
Eylül Fidan Akıncı ist in den Bereichen Dramaturgie, Forschung, Lehre und Organisation im Bereich der darstellenden Künste tätig. Derzeit ist sie Tanzprogrammgestalterin am STUK Arts Center in Leuven, Belgien. Sie arbeitete als Dramaturgin und Dozentin in den Niederlanden, den USA und der Türkei. Sie promovierte im Fach Theater und Performance am Graduate Center der City University of New York mit Schwerpunkt auf den Werken der Choreografinnen Pina Bausch, Eiko Otake, Mette Ingvartsen, Geumhyung Jeong und Gisèle Vienne.
Archangelo-Cakir, Paula
Paula Archangelo-Cakir ist eine in Brasilien geborene ehemalige professionelle Tänzerin, die an der Balletschule des Hamburg Ballett ausgebildet wurde und 16 Jahre lang beim Aalto Ballett Theater Essen auftrat. Sie verfügt über einen Bachelor of Science in Psychologie und einen MBA in Leadership & Management und leitet heute die Geschäftsführung bei Bewegungsfarben – Praxis für Physiotherapie und Bewegung, wo sie zudem evidenzbasierte Strategien für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz entwickelt und umgesetzt hat. Sie ist Vorstandsmitglied der IADMS und engagiert sich bei TA.MED.
Vivien Arnold
Vivien Arnold ist seit 2024 Chefdramaturgin beim Hamburg Ballett. Sie erhielt ihre Tanzausbildung u. a. an der Hartford Ballet School und der School of American Ballet, tanzte beim Hartford Ballet und studierte an der Wesleyan University. Ab 1988 arbeitete sie beim Houston Ballet in Marketing und Presse. Von 1996 bis 2002 leitete sie Dramaturgie, Marketing und PR des Stuttgarter Balletts. Von 2006 bis 2010 wirkte sie am Aufbau von Gauthier Dance mit. Bis 2024 leitete sie Dramaturgie und Kommunikation des Stuttgarter Balletts.
Bannerman, Prof. Christopher
Professor Christopher Bannerman ist ein international tätiger Tänzer, Choreograf und Pionier der Praxisforschung im Vereinigten Königreich. Er war ehemaliger Vorsitzender von Dance UK sowie des Tanzpanels des Arts Council England und gründete das ResCen Research Centre. Zudem ist er Gründungsdirektor von ArtsCross, einem Netzwerk zwischen London, Peking, Hongkong und Taipeh. Derzeit leitet er das AHRC Future Ecologies: Producing Dance Network am The Place, wo er als Gastprofessor tätig ist, und fokussiert dort auf Performanceprozesse, künstlerische Praxis und kulturpolitische Kontexte.
Bawa, Amina
Amina Bawa ist Kulturkuratorin und Journalistin und hat einen Master-Abschluss in Kultur und Kommunikation der Universität Lissabon. Sie ist zwischen Brasilien und Portugal tätig und hat in den letzten zehn Jahren internationale kulturelle Netzwerke und den Bereich der darstellenden Künste miteinander verbunden. Kürzlich wurde sie für ihre kuratorische und koordinierende Arbeit mit dem „Prémio Acesso Cultura“ ausgezeichnet.
Bayraktar, Prof. Dr. Sevi
Sevi Bayraktar ist Tänzerin, Wissenschaftlerin und Professorin am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Sie promovierte im Fachbereich Kultur und Performance an der University of California, Los Angeles. Ihre Forschung analysiert Volkstanz als eine Form öffentlicher partizipativer Choreografie, als Ort kulturellen und politischen Gedächtnisses sowie kollektiven Handelns. Sie ist Autorin von „Dissenting Through Dance: Folk Dance, Gender, and Political Protest in Turkey“ und Mitherausgeberin von „Tanzen/Teilen – Sharing/Dancing“.
Bein, Niklaus
Niklaus Bein arbeitet als Dramaturg und stellvertretender Leiter am K3 | Tanzplan Hamburg. Davor war er u.a. beim Theaterfestival Basel, den Treibstoff Theatertage und als freier Produktionsleiter tätig. Als Dramaturg verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit mit Raymond Liew Jin Pin, Luisa Saraíva und Maria Zimpel. Er studierte Szenische Künste an der Uni Hildesheim und dem Central Saint Martins College London und Kulturwissenschaften an der Uni Lüneburg.
Bermúdez, Dr. Bertha
Dr. Bertha Bermúdez ist Tänzerin, Forscherin, Dokumentaristin und Co-Direktorin von Dantzaz und Dantzagunea, dem Tanzhaus von Gipuzkoa. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Inszenierung von Archiven, die Dokumentation von Tanz und die Weitergabe von verkörpertem Wissen. Durch die Verbindung von künstlerischer Praxis und Forschung entwickelt sie Methoden, die Schaffens-, Dokumentations- und Lernprozesse miteinander verknüpfen. Sie leitet Forschungs- und Dokumentationsinitiativen im Rahmen von Projekten in den Bereichen Kunst, Bildung und internationale Zusammenarbeit.
Beyer, Jenny
Jenny Beyers Arbeit, vor allem bei Kampnagel verankert, fokussiert kollaborative Prozesse und die aktive Einbindung von Zuschauerinnen durch offene Proben und partizipative Formate. 2006 gründete sie mit internationalen Künstlerinnen die Initiative Sweet&Tender Collaborations. Seit ihrer Residenz am K3-Zentrum für Choreographie (2007) ist Hamburg ihr Produktionsstandort. Von 2022 bis 2025 entwickelte sie mobile OFFENE STUDIOS und ein Residenzprogramm. 2025 startete sie SHARED LEADERSHIP IN DANCE.
Brehme, Dr. Kate
Dr. Kate Brehme ist eine in Berlin lebende, unabhängige Kuratorin und Kunstvermittlerin mit Behinderung. Ihre Arbeit verbindet Zusammenarbeit, „Crip Joy“ sowie die Schnittstelle von Barrierefreiheit und Kuratieren. 2017 gründete sie Berlinklusion mit, ein Kollektiv von Künstlerinnen und Kunstvermittlerinnen mit und ohne Behinderung. Seit 2026 ist sie Co-Strategiedirektorin von Making a Difference, einem Berliner Netzwerk für behinderte, gehörlose und chronisch kranke Tanzschaffende.
Broberg, Eva
Eva Broberg ist Netzwerkmanagerin des European Dance Development Network (EDN), einem Netzwerk von Tanzorganisationen, die zusammenarbeiten und sich für die strukturelle Entwicklung im Tanzbereich einsetzen. Sie arbeitet gemeinsam mit den EDN-Mitgliedern an der Politik und Interessenvertretung des Netzwerks auf europäischer Ebene, unter anderem mit dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission. Zuvor war sie im schwedischen Tanzsektor tätig, bei Dansens Hus und Danscentrum Sweden, und war Mitbegründerin von STHLM DANS, einem Festival für zeitgenössischen Tanz. Sie lebt in Stockholm.
Bulat, Polina
Polina Bulat ist eine in Berlin ansässige Tanzagentin und strategische Partnerin, die Künstler international vertritt. Sie unterstützt Choreografen und Ensembles dabei, durch Tourneen, strategische Partnerschaften und den Aufbau von Netzwerken eine nachhaltige internationale Karriere aufzubauen. Dabei verbindet sie ihren Hintergrund in Journalismus und PR mit praktischer Erfahrung in der Tanzproduktion. Sie ist stellvertretende Vorsitzende von Part.ua e.V., einer Initiative zur Förderung der internationalen Integration ukrainischer Kulturschaffender.
Casarotto, Roberto
Roberto Casarotto ist Co-Direktor von Aerowaves, der europäischen Tanzplattform, die die Mobilität aufstrebender Künstler sowie die berufliche Entwicklung von Choreografen, Autoren, Kuratoren und Podcastern fördert. In den letzten 15 Jahren hat er in Museen an Projekten zu Tanz und Gehirngesundheit geforscht, zusammen mit Wissenschaftlern, Tanzkünstlern, Kuratoren und Menschen, die mit Parkinson, Krebs, psychischer Vulnerabilität und Sehbehinderungen leben. Bevor er zu Tanzorganisationen kam, absolvierte er eine Ausbildung an der London Contemporary Dance School und studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Ca’ Foscari in Venedig.
Chen, Dr. Ya-Ping
Chen ist Tanzwissenschaftlerin, Kritikerin sowie Professorin und Dekanin der School of Dance an der Nationalen Universität der Künste in Taipeh. Von 2019 bis 2022 war sie Präsidentin der Taiwan Dance Research Society und gehört weiterhin deren Vorstand an. Sie promovierte an der New York University. Chen veröffentlichte zwei Monografien und gab zwei Anthologien heraus. Derzeit arbeitet sie an der englischsprachigen Monografie „Dancing Multiple Modernities: Contemporary Dance in Taiwan“.
Couchman, Prof. Timothy
Der in Gloucester, England, geborene Timothy Couchman studierte an der Royal Ballet School in London und der Waganowa Akademie in St. Petersburg. Er tanzte beim Zürcher Ballett und beim Ballett Frankfurt unter William Forsythe und arbeitete anschließend international als Tänzer, Schauspieler, Filmemacher und Lehrer. Nach Stationen als Ballettmeister beim Royal New Zealand Ballet und beim Semperoper Ballett Dresden wurde er choreografischer Assistent von David Dawson. Seit 2016 ist er Professor für Klassischen Tanz an der Palucca Hochschule Dresden.
Dewantara, Mang Tri Ray
Mang Tri Ray Dewantara ist Tänzer und Choreograf. Seit seinem siebten Lebensjahr beschäftigt er sich mit dem balinesischen Tanzgenre Kebyar Duduk und erforscht dessen Archive sowie die Arbeit des Tanzpioniers I Marya. Seine künstlerische Arbeit verbindet historische Quellen mit zeitgenössischen Bewegungsformen und thematisiert Körpernormen, Erinnerung und Lebenszyklen. Derzeit entwickelt er das Stück „Dancing with Marya“ und unterrichtet Tanz auf Bali.
Dirvanskienė, Dr. Ramunė
Dr. Ramunė Dirvanskienė ist außerordentliche Professorin für Kognitive Psychologie und Psychophysiologie an der Universität Vilnius sowie Autorin populärwissenschaftlicher Bücher zur Neuropsychologie. Nach ihrer Promotion an der Universität Edinburgh forschte sie an der Anne Rowling Regenerative Neurology Clinic. Ihre Schwerpunkte sind Gehirnalterung, neurodegenerative Erkrankungen und kognitive Epidemiologie. Mit BrainLectures vermittelt sie Neurowissenschaften einem breiten Publikum.
Djardi, Malika
Ausbildung in zeitgenössischem Tanz an der UQAM in Montreal und am CNDC in Angers. In ihrer choreografischen Arbeit verbindet sie visuelle und szenische Forschung mit soziokulturellen Praktiken durch einen dokumentarischen Ansatz. Zu ihren Werken gehören „Her Prayer“ (2014), inspiriert von der Konversion ihrer Mutter zum Islam und deren religiöser Praxis; „Horion“ (2016), konzipiert als Live-Album, in dem Gesten, Körper und Objekte Instrumente ersetzen; „3“ (2017), ein von Science-Fiction inspiriertes choreografisches Universum; „PIER 7“ (2021), entwickelt im Dialog mit dem Profi-Skater JB Gillet; und „Martyre“ (2024), eine Hommage an ihre an Alzheimer erkrankte Mutter.
Evert, Kerstin Dr.
Kerstin Evert studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und promovierte 2001 zum Thema DanceLab – Zeitgenössischer Tanz und Neue Technologien. Von 2002 bis 2006 war sie Dramaturgin auf Kampnagel und gründete dort 2006 das choreographische Zentrum K3 | Tanzplan Hamburg, das sie seitdem leitet. Sie ist Mitglied verschiedener Beratungs- und Vorstandsgremien (u.a. explore dance e.V., Tanztriennale Hamburg e.V.) und war bis Juli 2024 als Ko-Präsidentin im Vorstand des European Dance Development Network.
Fichet, Rémy
Rémy Fichet ist seit 2024 Direktor des Leipziger Balletts. Seine Ausbildung absolvierte er an der Ballettschule der Pariser Oper, anschließend tanzte er beim Ballet de l’Opéra national de Paris. Im Jahr 2000 wechselte er zum Leipziger Ballett, wo ihn Uwe Scholz bald zum Solisten ernannte. Als Direktor legt er besonderen Wert auf die langfristige, individuelle Förderung von Tänzer:innen sowie des choreografischen Nachwuchses.
Hani, Saeed
Saeed Hani ist ein syrisch-deutscher Choreograf, Leiter von Hani Dance und künstlerischer Leiter des Movement Art International Dance Festival in Trier und Luxemburg. Er lebt in Luxemburg-Stadt und betrachtet in seiner Arbeit Bewegung als ein lebendiges Archiv menschlicher Erfahrungen, wobei er sich auf bildende Kunst, Musik, Umgebungen und persönliche Geschichten stützt. Hani beschäftigt sich mit Themen wie Identität, Krieg, Psychologie, Queerness und dem Körper und schafft eindrucksvolle Performances, die ein Publikum aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen ansprechen.
Hernandez, JC
JC Hernandez hat Wirtschaftswissenschaften studiert und ist eine multidisziplinäre Künstlerin. Seit mehreren Jahren arbeitet sie als Produktionsleiterin und Eventmanagerin und entwickelt Formate für kreative Zusammenarbeit und Community-Building. Ihre Arbeit als Tänzerin und House Dance Teacher basiert auf langjähriger künstlerischer Praxis und einem tiefen Bezug zur Tanzkultur. Als Mitglied von Educate to Recreate setzt sie sich für nachhaltige Strukturen in der Black Dance Culture ein.
Houston, Prof. Dr. Sara
Professorin Dr. Sara Houston ist Professorin für Tanz und gesellschaftliches Engagement an der University of Roehampton in London, Großbritannien. Sie leitet das „Centre for Research in Arts and Creative Exchange“ und ist Co-Leiterin des „Consortium for Researching Inclusive Cultures in the Arts“. Ihre Pionierarbeit im Bereich Tanz für Menschen mit Parkinson wurde 2011 mit dem BUPA-Preis ausgezeichnet. Zu ihren Veröffentlichungen gehört „Dancing with Parkinson’s“ (Intellect Books, 2019). Sie ist als internationale Referentin und Moderatorin tätig.
Ibs, Torben
Torben Ibs ist Kulturjournalist mit Sitz in Leipzig und schreibt vor allem über Tanz und Theater, unter anderem für tanz, Theater heute, die taz und weitere Medien. Er ist Redakteur bei tanznetz.de und promovierter Theaterwissenschaftler.
Januário, Fábio “Krayze”
Fábio „Krayze“ Januário wurde in Luanda, Angola, geboren. Er hat sich eine Karriere im Bereich Urban Dance aufgebaut und leitet Workshops in Portugal und weltweit. Seit 2022 tritt er in Marco da Silva Ferreiras Stücken „CARCAÇA“ und „F*cking Future“ auf. Im Jahr 2024 gewann er den 2. Projeto Casa und schuf „Musseque“, das auf Theatertourneen und Festivals wie DDD und Dansa Metropolitana zu sehen war. Im Jahr 2025 wurde „Musseque“ von der Portugiesischen Autorenvereinigung für die beste Choreografie nominiert. Im Jahr 2026 wurde er für Aerowaves Spring Forward ausgewählt.
ka Ngcobo, Balindile
Balindile ka Ngcobo (sie/ihr) ist eine südafrikanische Performerin, Theatermacherin und Wissenschaftlerin. An der Ruhr-Universität Bochum befasst sich ihre Doktorarbeit mit zeitgenössischen afrikanischen Frauenperformances im Nachklang der Kolonialausstellung. Ihre Arbeit fragt, was mit schwarzafrikanischen Körpern (und Werkkomplexen) geschieht, wenn sie auf europäische Bühnen und in europäische Rahmen gelangen. Ihre Praxis verbindet Performance, Film, Text und bildende Kunst, um zu erforschen, was westliche Institutionen mit schwarzer Performance machen und was schwarze Performance im Gegenzug bewirkt.
Kaltuk, Muhammed
Muhammed Kaltuk ist Choreograf, Tänzer und künstlerischer Leiter der Company MEK. Seine Arbeit verbindet Hip-Hop, Streetstyles und zeitgenössischen Tanz zu einer unverwechselbaren Bewegungssprache. In seinen Stücken setzt er sich mit gesellschaftlichen, politischen und persönlichen Themen auseinander. Seine Produktionen wurden international gezeigt und mehrfach ausgezeichnet. Ab der Spielzeit 2026/27 leitet er zudem die Tanzsparte TanzGelsenkirchen am Musiktheater im Revier.
Klunchun, Pichet
Pichet Klunchun verbindet traditionellen thailändischen klassischen Tanz mit zeitgenössischer Sensibilität, ohne dessen Tradition und Weisheit aus den Augen zu verlieren. Er trat international in Nordamerika, Asien und Europa auf und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den „Routes“-ECF-Prinzessin-Margriet-Preis (2008), den Titel „Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres“ (2012) sowie den John D. Rockefeller III. Award (2014). Sein Stil hinterfragt westliche Stereotype über thailändischen Tanz.
Koutouan, Yaël
Yaël Koutouan (sie/ihr/keine Pronomen) identifiziert sich als Schwarz und Queer. Sie studierte Theaterwissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Seit Februar 2023 ist sie freie Autorin für das „Theater der Zeit“. Yaël Koutouan ist zudem Mitglied der Jury für das Berliner Theatertreffen 2027. Seit 2025 ist sie außerdem als Kuratorin für das africologneFESTIVAL tätig. Ihr Schreiben und ihre Arbeit im Kulturbereich sind von einem kritischen und intersektionalen Ansatz in Bezug auf Diskriminierung geprägt, und sie hat sich zum Ziel gesetzt, Räume speziell für die Stimmen von Migrant*innen und Gegen-Narrative zu schaffen.
Kruppa, Bianca
Bianca Kruppa ist als freischaffende Choreografin und Tanzvermittlerin tätig. Sie ist Absolventin des „MA Dance: Participation, Communities, Activism“ an der London Contemporary Dance School und arbeitet als Mediatorin im Programm „Neue Auftraggeber – Tanz und Performance im Bürgerauftrag“. Als künstlerische Co-Leiterin des Projekts „Phase – Raum für Junge Kultur“ von Falsche Farm e.V. beschäftigt sie sich außerdem mit der Bedeutung junger Perspektiven für kulturelle Vielfalt in ländlichen Räumen.
Le Pladec, Maud
Maud Le Pladec ist Tänzerin und Choreografin. 2024 wurde sie zur Tanzdirektorin der Eröffnungs- und Abschlusszeremonien der Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris ernannt. Nach sieben Jahren Leitung des Centre Chorégraphique National d’Orléans übernimmt sie 2025 die Leitung des CCN – Ballet de Lorraine. Zu ihren Arbeiten zählen „Static Shot“ (2021), „Lonely Club“ mit Eddy de Pretto sowie „Concerto danzante“ mit der Philharmonie de Paris und Les Arts Florissants.
Lenting, Sheree
Sheree Lenting ist eine in Rotterdam lebende Choreografin und interdisziplinäre Künstlerin mit surinamischen Wurzeln. An der Schnittstelle von Tanz und sozialem Wandel verbindet sie Bewegung, Film, Spoken Word und Musik, um Themen wie Identität, kulturelles Erbe und zwischenmenschliche Beziehungen zu erforschen. Im Jahr 2024 erhielt sie für „I Am My Ancestors’ Wildest Dream“ den BNG Bank Dance Award. Ihre Arbeit basiert auf körperlicher Forschung und betrachtet den Körper als lebendiges Archiv.
Letnansky, Lisa
Lisa Letnansky übernimmt ab der Spielzeit 26/27 gemeinsam mit Guillaume Guilherme die Co-Leitung des Tanzhaus Zürich, dessen Dramaturgie sie seit 2024 leitet. Zuvor mitverantwortete die Absolventin der Universität Zürich (Germanistik/Anglistik) das Programm der Gessnerallee. Lisa Letnansky agiert an der Schnittstelle von Kunst und Politik: 2018 gründete sie die Produktionsplattform artFAQ mit, von 2023 bis 2026 politisierte sie im Zürcher Kantonsrat. Sie steht ein für strategischen Strukturaufbau und progressive Kunstpraxis.
Lin, River
River Lin ist ein Performancekünstler und Kurator, der sich mit Live-Kunst, Tanz und queerer Kultur beschäftigt und zwischen Paris, Tokio und Taipeh lebt und arbeitet. Seine Arbeiten wurden unter anderem im Centre Pompidou, im Palais de Tokyo, bei Laffayette Anticipation und im Centre National de la Danse präsentiert. Zu seinen kuratorischen Tätigkeiten zählen die laufenden Projekte ADAM und Camping Asia am Taipei Performing Arts Center, das Taipei Arts Festival 2023–2025, das Indonesian Dance Festival sowie das FORUM-Projekt für die Biennale de la Danse 2025 in Lyon. Er ist Mitglied der Jury für den SEDA Salavisa European Dance Award 2026.
Lisickinaitė, Agnietė
Agnietė Lisickinaitė ist litauische Choreografin, Performerin und Pädagogin. Sie verbindet zeitgenössischen Tanz mit politischem Engagement und versteht den Körper als Ort von Widerstand. Ihr Solo „Hands Up“ wurde international gezeigt. Sie unterrichtet an der Litauischen Akademie für Musik und Theater und war Vorsitzende des litauischen Tanzverbands. Gemeinsam mit Greta Grinevičiūtė gründete sie BE COMPANY, eine Plattform für zeitgenössischen Tanz, Austausch und künstlerische Entwicklung.
Loepfe, Catja
Catja Loepfe studierte Ethnologie und begann ihre Karriere als freischaffende Kuratorin für Kunstausstellungen und Theater. Nach der Co-Leitung des Fabriktheaters ab 1999 und einer Tätigkeit als Dramaturgin und interimistischer Co-Leiterin an der Gessnerallee ab 2007 übernahm sie 2014 die Künstlerische Leitung und Geschäftsführung des Tanzhaus Zürich, das sie zu einem national und international vernetzten Zentrum für zeitgenössischen Tanz entwickelt hat – mit Fokus auf Nachhaltigkeit, Diversität und Fair Practice.
Lutes, Clint
Clint Lutes / DaPoPa arbeitet an der Schnittstelle zwischen Kunst und Gesundheit, insbesondere mit Menschen, die mit neurodegenerativen Erkrankungen leben, in Zusammenarbeit mit medizinischen Einrichtungen sowie kulturellen Institutionen. Seit 2001 arbeitet er mit Eun Me Ahn zusammen. Von 2003 bis 2010 war er Mitbegründer und Co-Direktor von LUCKY TRIMMER. Seit 2020 Mitglied der Troupe de l’Imaginaire am Théâtre de la Ville de Paris. Assoziierter Künstler des europäischen Projekts Dance Well an der La Briqueterie 2022–2025.
Madiljin, Baru
Baru Madiljin ist ein Paiwan-Choreograf aus dem Dorf Tjimur in Pingtung, Taiwan, und künstlerischer Leiter des Tjimur Dance Theatre, das er 2006 mitbegründet hat. In seinen Werken beschäftigt er sich mit indigener Identität, historischem Gedächtnis und zeitgenössischer Kultur. „bulabulay mun?“ wurde für den Taishin Arts Award 2023 nominiert und ist seit 2024 international auf Tournee. Er wurde eingeladen, in den Jahren 2025 und 2026 als Gastchoreograf für das CLOUD GATE Spring Riot zu arbeiten.
Madiljin, Ljuzem
Ljuzem Madiljin ist eine Paiwan-Künstlerin aus Tjimur, Pingtung, Taiwan, sowie Gründerin und künstlerische Leiterin des Tjimur Dance Theatre. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit kulturellem Gedächtnis, Gemeinschaftsleben und verkörpertem Wissen. Sie entwickelte die „Tjimur Physical Skills“, eine Bewegungsmethodik, die Gesang, Atem, Stimme und Bewegung integriert, und initiierte „Ljuzem’s Walk“, ein Projekt, das Orte und interkulturelle Begegnungen durch das Gehen miteinander verbindet. Seit 2018 leitet sie zudem das Tjimur Arts Festival.
März, Luise
Luise März ist Dramaturgin und Kuratorin. Sie studierte Szenische Künste an der Universität Hildesheim und beschäftigte sich in ihrer künstlerischen Forschung mit Postdramaturgien als Strategien der Destabilisierung von Kontinuität. Während des Studiums realisierte sie verschiedene künstlerische Projekte und arbeitete unter anderem am Thalia Theater, am Schauspielhaus Hannover, beim Berliner Theatertreffen und beim Festival Theaterformen. Seit 2021 ist sie Dramaturgin auf Kampnagel. Dort ist sie für das Tanzprogramm sowie verschiedene lokale und internationale Netzwerke verantwortlich.
Matthias, Prof. Dr. Sebastian
Sebastian Matthias ist Choreograf und Professor für Tanz als Forschungspraxis in sozialen Feldern an der Frankfurt University of Applied Sciences. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der künstlerischen Forschung zu sozialen Transformationsprozessen sowie in der Untersuchung der Rolle von Körpern und Choreografie in gesellschaftlichen Phänomenen. Im Rahmen des Programms „Art as Social Practice“ ist er zudem als Affiliate Scholar am Research Institute for Sustainability am GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung tätig.
Mattiussi, Stephanie
Stephanie Mattiussi leitet seit 2022 den Bereich Tanzwissenschaft und Gesundheit an der London Contemporary Dance School (The Place). Zuvor führte sie das National Institute of Dance Medicine and Science sowie den Bereich Student Welfare am London Studio Centre. Sie ist in der International Association for Dance Medicine & Science aktiv, Mitglied mehrerer Fachgremien und seit 2023 Gutachterin für das Journal of Dance Medicine and Science.
Meheust, Laurent
Laurent Meheust ist Direktor von Le Gymnase, einem französischen nationalen Zentrum für choreografische Entwicklung in Roubaix, und koordiniert BIG, die internationale Drehscheibe für Tanzproduktionen und Tourneen für junges Publikum. Jedes Jahr präsentiert Le Gymnase zwei Festivals: Forever Young, Frankreichs erstes Tanzfestival für Kinder und Jugendliche, und Le Grand Bain, ein internationales Tanzfestival. Außerdem ist er Co-Präsident (2020–2026) des European Dance Development Network (EDN).
Miyoshi, Emi
Emi Miyoshi, geboren in Japan, arbeitete bei pretty ugly tanz köln unter Amanda Miller. 2013 gründete sie das SHIBUI Kollektiv. Ausgehend vom japanischen Begriff „shibui“ entwickelt sie poetische, interdisziplinäre Arbeiten zwischen Tanz, Musik und bildender Kunst, in denen Themen wie Identität, Verbundenheit und Vergänglichkeit erfahrbar werden. Die Arbeiten wurden international gezeigt und ausgezeichnet. Seit 2023 wird das Kollektiv als erstes Tanzensemble Freiburgs institutionell gefördert.
Nilsen, Stine
Stine Nilsen (NO) arbeitete als freischaffende Tänzerin und absolvierte von 1993 bis 1997 eine Ausbildung am Trinity Laban Conservatoire of Movement and Dance in London. Seit 2007 ist Stine künstlerische Co-Leiterin der Candoco Dance Company (UK) und seit 2017 Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin des CODA Oslo International Dance Festival. Am 1. August 2024 übernahm sie die Position der Geschäftsführerin und künstlerischen Leiterin von Dansens Hus in Oslo.
Nixon, Eddie
Eddie Nixon ist Künstlerischer Leiter von The Place in London. Nach einem Chemiestudium an der Universität Bristol absolvierte er seine Tanzausbildung an der London Contemporary Dance School und arbeitete für renommierte Kompanien wie DV8 Physical Theatre, New Adventures und Protein Dance. Seit 2005 prägt er die Programme und Künstler*innenförderung von The Place, dessen Leitung er 2009 übernahm. Zudem vertritt er Großbritannien im Aerowaves-Netzwerk.
Pazar, Yeliz
Yeliz Pazar ist Tänzerin, Choreografin, Dozentin, Kuratorin und Host. Mit ihren Wurzeln in urbanen Tanzkulturen entwickelt Sie Konzepte anhand künstlerischer Ansätze für Tanz Theater Produktionen und Bewegungsformate. Sie ist Mitgründerin des Kollektivs nutrospektif und gehört zur 1. Generation Waacking Tänzerinnen in Deutschland. Sie organisierte deutschlands erstes internationales Waacking Festival „THE WAACK OFF“ und produzierte das erste Waacking Stück Deutschlands mit „POINT OF NO RETURN“. Zudem gewann Yeliz Pazar 2025 den Förderpreis für Darstellende Künste in Düsseldorf.
Peled, Yotam
Yotam Peled ist ein in Berlin lebender Performer und Choreograf, der an der Schnittstelle von zeitgenössischem Tanz, Kampfkunst und Neuem Zirkus arbeitet. Er wurde 1989 geboren. Seine Werke, die für die Netzwerke Explore Dance, Aerowaves und Etape Danse ausgewählt wurden, waren national und international an renommierten Spielstätten auf Tournee. Er war Artist in Residence im CC Heidelberg, im Grand Théâtre Luxembourg, beim Altofest, im TanzLabor Ulm, in der Fabrik Potsdam, bei SE.STA Zdar, im Tanzhaus Zürich, in der Lavanderia a Vapore, in der La-Briqueterie Val-de-Marne und beim PimOff in Mailand.
Pérez Avilés, Iván
Iván Pérez Avilés, bekannt für seine preisgekrönten und innovativen Choreografien, arbeitet mit renommierten Tanzkompanien auf der ganzen Welt zusammen. Als Direktor des Dance Theatre Heidelberg und Kurator der Tanzbiennale Heidelberg setzt er sich für eine feministische und inklusive Kurationspraxis ein. Als Jurymitglied des Choreographic Center Heidelberg fördert er neue Talente. Derzeit studiert er „Executive Coaching and Leadership“ an der OBS/Universität Barcelona und wird ab September 2026 freiberuflich tätig sein.
Pfundtner, Antje
Antje Pfundtner in Gesellschaft (APiG) entwickelt seit 2001 Bühnenstücke u. a. mit Kampnagel Hamburg, K3, FFT Düsseldorf und HELLERAU Dresden. Mit Anne Kersting initiierte sie die Dialogplattform TISCHGESELLSCHAFTEN. Ihre Arbeiten wurden international gezeigt. APiG erhielt u. a. den George-Tabori-Preis (2016), den Deutschen Tanzpreis (2020) und den FAUST-Preis. Seit 2024 ist sie Teil von Shared Leadership in Dance mit Jenny Beyer und Ursina Tossi.
Pieropan, Greta
Greta Pieropan ist Tanzdramaturgin und Autorin, eine professionelle „Gestaltwandlerin“, die an der Schnittstelle von Bewegung, Sprache und Gemeinschaften arbeitet. Sie versteht Tanzdramaturgie als eine Praxis der Fürsorge und kulturellen Verantwortung und begleitet Künstler*innen und Gemeinschaften dabei, ihr Wohlbefinden zu fördern und gemeinsame Erzählungen sowie verkörperte Welten zu entwickeln.
Puvogel, Wanda
Seit mehr als drei Jahrzehnten ist Wanda Puvogel im Tanzbereich tätig. Derzeit arbeitet sie als künstlerische Leiterin, Kuratorin, Dramaturgin, Referentin, Netzwerkerin und Interessenvertreterin für den Tanz. Im Laufe ihrer Karriere hat sie künstlerische, organisatorische und kulturpolitische Aufgaben stets miteinander verbunden, wobei sich die Schwerpunkte je nach Kontext und Tätigkeit – sowohl innerhalb institutioneller Strukturen als auch in freiberuflicher Arbeit – verschoben haben. Seit August 2021 leitet sie TanzLuzern als Leiterin der Tanzsparte am Luzerner Theater. Ab August 2026 wird sie dort zusätzlich die Funktion der Co-Intendantin (gemeinsame künstlerische Leitung und Geschäftsführung) übernehmen.
Rippl, Dr. Daniela
Daniela Rippl, Literaturwissenschaftlerin und Genderforscherin. Seit 1999 verschiedene Lehraufträge u.a. am Department für Komparatistik der Ludwig-Maximilians-Universität mit den Forschungsschwerpunkten Literatur und Ästhetik des 19. und 20. Jahrhunderts, Literatur-, Gender- und Wissenschaftstheorien. Seit 2000 verantwortlich für die Wissenschaftsförderung, Erwachsenenbildung und den Austausch von Wissenschaft und Kunst des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.
Rivera, Dr. Manuel
Manuel Rivera studierte Soziologie, Philosophie und Lateinamerikanistik in Berlin und Buenos Aires. Nach Stationen in der Nachhaltigkeitspolitik auf nationaler und europäischer Ebene sowie als Schauspieler kehrte er 2011 an das heutige RIFS zurück. 2015 promovierte er über „Theater als politische Öffentlichkeit“. Seine Forschung umfasst Stadtentwicklung, Nachhaltigkeitsdiskurse, Energiewende und Anthropozän. Seit 2021 arbeitet er zu künstlerischen Kommunikations- und Kooperationsformaten für nachhaltige Entwicklung.
Rech, Liz
Liz Rech arbeitet als Regisseurin, Dramaturgin und Performerin. Seit 2007 arbeitet sie im Grenzbereich zwischen Schauspieltheater, Performance, Installation und Aktivismus. Daneben kontinuierliche Mitarbeit in Künstlerinitiativen und -kollektiven (Komm in die Gänge; Schwabinggrad Ballett). Seit 2015 forscht sie zum Thema PERFORMING CITIZENSHIP – VERSAMMLUNG IN (DER) BEWEGUNG. Sie ist Mitorganisatorin eines Artist Labs, welches 2023 das Toolkit WITH CARE erarbeitet hat.
Rossi, Regina
Die brasilianische Choreografin Regina Rossi denkt, inszeniert und eröffnet Räume für Tanz für junges Publikum wie kaum eine andere. Sie begegnet ihrem Publikum auf begehbaren Bühnen, in Installationsräumen, im urbanen Raum, in Schulen oder in virtuellen Umgebungen. Ihre interdisziplinären Choreografien überschreiten die Grenzen zwischen Tanz, Theater, Musik und Performancekunst und laden zur aktiven Teilnahme ein. Seit Mai 2026 organisiert sie einen Tanz-Container an der STS Wilhelmsburg, in dem in den kommenden drei Jahren Künstler*innenresidenzen stattfinden werden.
Saberi, Sina
Sina Saberi ist eine in Deutschland lebende Performerin, Choreografin und Kulturakteurin. Ausgehend von sozialen und historischen Kontexten erforscht sie in ihrer künstlerischen Praxis den Tanz als einen alternativen Seinszustand und setzt sich dabei mit der menschlichen Existenz und existenziellen Fragen auseinander. Diese Themen spiegeln sich in ihrer Trilogie „Prelude“, „Damnoosh“ und „Narges“ wider, die seit 2016 international präsentiert wird. Sina ist Leiterin von Kakeshan.org und seit 2014 in der iranischen Tanzszene aktiv, zunächst in Teheran und nun in der Diaspora.
Schneider, Prof. Dr. Katja
Katja Schneider, Professorin für Tanzwissenschaft an der HfMDK Frankfurt, habilitierte sich am Institut für Theaterwissenschaft (LMU), wo sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war. Von 1992 bis 2012 schrieb sie für die Süddeutsche Zeitung und den Deutschlandfunk und arbeitete als Redakteurin für die Zeitschriften tanzdrama, tanzjournal und tanz. Sie war Dramaturgin beim Münchner DANCE Festival und ist derzeit Vorsitzende der Gesellschaft für Tanzforschung gtf.
Shugaleev, Igor
Igor Shugaleev ist ein in Belarus geborener Choreograf, Schauspieler und Performer, der in Warschau lebt. Er arbeitet an der Schnittstelle von Tanz, physischem Theater und politischem Aktivismus und thematisiert Körper, Widerstand, queere Identität, Migration und Gewalt. Internationale Anerkennung erhielt er u. a. für „375 0908 2334 / The Body You Are Calling Is Currently Not Available“. Derzeit ist er Ensemblemitglied am Nowy Teatr in Warschau.
Slettevold, Kristine
Kristine Slettevold ist seit 2022 künstlerische Leiterin von Cullberg. Als freischaffende Tänzerin und Choreografin arbeitet sie seit über 25 Jahren international mit führenden Choreografen zusammen. Zuvor hatte sie leitende Positionen bei SKH inne und prägte dort die Tanzausbildung in Schweden. Bei Cullberg leitet sie das Ensemble mit einer radikalen künstlerischen Vision, stärkt die Identität des Ensembles, fördert Innovation und forschungsorientierte Arbeitsweisen und baut dessen internationale Präsenz aus.
Smith-McDowell, Monique
Monique Smith-McDowell ist eine britische Choreografin und Performerin mit Sitz in Hamburg. Nach ihrem Abschluss am LCDS arbeitete sie unter anderem mit der Richard Alston Dance Company, The Lion King, Michael Turinsky und Regina Rossi zusammen. In ihrer künstlerischen Praxis verbindet sie Tanz mit Aesthetics of Access und rückt marginalisierte Perspektiven im Kontext gesellschaftspolitischer Themen in den Mittelpunkt. Mit emotionalem, erzählerischem Theater hinterfragt sie Grenzen, Barrieren und Wahrnehmungen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Theatertüren.
Ssempijja
Ssempijja ist ein ugandischer zeitgenössischer Künstler, Tänzer und Forscher, der in den Bereichen Performance, Installation und Film tätig ist. Seine Arbeiten, die er sowohl in traditionellen als auch in nicht-traditionellen Räumen präsentiert, sind stark von seinem konzeptuellen Rahmen „Ugandan Pathology“ und den laufenden Prozessen der Dekolonialisierung geprägt. Er hinterfragt vorherrschende Narrative und überlieferte Wissensstrukturen, um regenerative kulturelle Praktiken zu entwickeln, die Ugandas komplexe Geschichte mit seiner digitalen Zukunft verbinden.
Starr, Univ. Prof. Andreas
Nach seiner aktiven Bühnenkarriere studierte Andreas Starr Tanzpädagogik und Dance Science. In seiner Laufbahn als Lehrender, Trainingsleiter, Choreographischer Assistent und Research Associate wurde Organisation und deren Struktur mehr und mehr Teil seines Aufgabenfeldes. Als Universitätsprofessor für Tanztechnik in Verbindung mit Dance Science an der Anton Bruckner Privatuniversität leitet er dort das Institute of Dance Arts (IDA).
Stehfest, Rico
Rico Stehfest lebt als freier Journalist und Redakteur in Dresden. Neben seiner Spezialisierung auf den Bereich Tanz, Ballett und Performance ist er journalistisch im gemeinnützigen Sektor der Zivilgesellschaft unterwegs. Seit 25 Jahren arbeitet er für lokale, regionale und bundesweite Medien in Print, online und Hörfunk.
Steinmüller, Dr. des. Ellen
Dr. des. Ellen Steinmüller ist eine in München tätige Tanztherapeutin, Choreographin und Tanzkünstlerin, die sich auf Community Dance und soziale Teilhabe spezialisiert hat. Nach langjähriger Arbeit in London gründete sie ExisTanz, eine innovative Organisation für zeitgenössische Tanzkunst mit Laien am Schnittpunkt zwischen künstlerischer Arbeit und partizipativer Praxis. Zudem promovierte Sie an der Ludwig-Maximilians-Universität München zur theoretischen Grundlegung für Tanz als transformatorische Bildungspraxis. All ihre Arbeit zielt auf persönlichen wie gesellschaftlichen Wandel.
Stoecklin, Angela
Angela Stöcklin, aufgewachsen im Iran und Nepal, kam über Musik und bildende Kunst zum Tanz. Zahlreiche Engagements als Tänzerin in der Schweiz, in Deutschland und Belgien sowie eigene Arbeiten. Sie untersucht Kommunikation, Interaktion und Wahrnehmung in deren unterschiedlichen Facetten, auch im interdisziplinären und inter-kulturellen Kontext. Sie interessiert sich mehr und mehr für prozessorientierte Arbeit.
Szemessy, Dr. Kinga
Kinga Szemessy ist eine in Ungarn geborene und in Österreich lebende Forscherin. Ihr Interesse gilt der Frage, wie Affekte und Macht in partizipativen Kontexten wirksam werden, sowie der Erforschung kritischer öko-somatischer Praktiken. Von ihrer Ausbildung her ist sie Tänzerin und Tanzanthropologin. Derzeit ist sie an der interuniversitären Einrichtung Wissenschaft & Kunst der Universität Mozarteum und der Universität Salzburg tätig sowie im Masterstudiengang „Applied Theatre – Critical Theatre Practice & Community“ des Mozarteums.
Tanurovska-Kj, PhD Biljana
Biljana Tanurovska-Kj, PhD, ist Kulturarbeiterin, Forscherin und Kuratorin an den Schnittstellen von Tanz, Theater und Performance der bildenden Künste, Kunstgeschichte, Kulturpolitik, der freien Kunstszene sowie feministischen und ökologischen (kuratorischen) Praktiken. Sie ist Co-Forscherin des Projekts Dance Map, Kuratorin des Festivals Performance Platform und von Curating in Context sowie Vorstandsmitglied und Dozentin des Studienprogramms Curating Performing Arts an der Universität Salzburg. Sie ist Teil von Lokomotiva in Skopje und arbeitet freiberuflich.
Torabi, Tanin
Tanin Torabi ist eine preisgekrönte Filmemacherin und Choreografin, die für ihre in einer einzigen Einstellung gedrehten Tanzfilme bekannt ist, die in den städtischen Räumen von Teheran im Iran entstanden sind. In ihren Arbeiten hinterfragt Tanin die Grauzone zwischen Tanz und alltäglicher Bewegung und untersucht die damit verbundenen gesellschaftspolitischen Themen. Ihre Filme wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Cinedans Jury Award, der Light Moves Outstanding Film Award und der Hangart Dance Film Award. Derzeit ist sie Artist in Residence in der Villa Arson in Frankreich. www.tanintorabi.art
Tossi, URSina
URSina Tossi ist freischaffende Künstlerin (Tanz, Choreografie, Regie, Text, Lehre, systemisches Coaching). Ihre transdisziplinären Arbeiten verbinden queer-feministische, politische Diskurse, Körperlichkeit und Aesthetics of Access und laden Publikum zur Nähe ein. Mit Kampnagel Hamburg, Tanzfaktur Köln und Stadttheatern entstanden u. a. SWAN FATE, HELL, E(R)DEN und GHOSTS. FUX erhielt 2023 den Kindertheaterpreis Hamburg sowie den Publikumspreis Hart am Wind, HELL 2024 den Tanztheaterpreis Köln. Seit 2025 Teil von SHARED LEADERSHIP IN DANCE.
Toukabri, Mohamed
Mohamed Toukabri ist ein in Brüssel lebender belgisch-tunesischer Choreograf, Tänzer und Performer. Ausgehend von Hip-Hop und zeitgenössischem Tanz beschäftigt sich sein Werk mit Migration, Identität und verkörpertem Wissen. Er absolvierte seine Ausbildung in Tunis, Paris und Brüssel (P.A.R.T.S.) und arbeitete bereits mit Sidi Larbi Cherkaoui, Needcompany und Anne Teresa De Keersmaeker zusammen. Seine gefeierten choreografischen Arbeiten setzen sich mit Erinnerung, Weitergabe und dem Tanz als lebendigem Archiv auseinander. (mit ChatGPT gekürzt, Bestätigung von Mohamed steht noch aus)
Traversi, Giulia
Giulia Traversi ist Kuratorin und Dramaturgin der darstellenden Künste. Sie arbeitete u. a. für die NID-Plattform, das Teatro Era in Pontedera und kuratierte „Maps to the Stars“ in Pisa. Sie ist Managerin mehrerer Künstler*innen und war 2025 Gastkuratorin des Festivals Bastard in Trondheim. Zudem leitet sie gemeinsam mit Chiara Bersani das Spazio Kor in Asti, ist für Barrierefreiheit am Teatro Mercadante zuständig und unterrichtet an der Universität Pisa.
Urbina, Ricardo
Ricardo Urbina ist mexikanische:r Balletttänzer:in, Choreograf:in und multidisziplinäre:r Künstler:in aus Torreón, Coahuila. Nach der Ausbildung bei Corpus Danza, der Idyllwild Arts Academy und der Balletschule des Hamburg Ballett tanzte Ricardo beim Bundesjugendballett, beim Hamburg Ballett und beim Ballett Kiel sowie als Gastkünstler:in bei verschiedenen deutschen Ensembles. Ricardo hat Werke für Festivals und Jugendkompanien in Deutschland geschaffen und ist Mitbegründer:in von House of Brownies. Außerdem ist Ricardo Gründer:in und Leiter:in von URBINA, einer internationalen choreografischen Plattform, die Deutschland und Mexiko verbindet.
Valdés Vega, Noé
Noé Valdés Vegas künstlerisches Schaffen konzentriert sich auf Körperdramaturgie, die er in Solo-Performances und kollaborativen Choreografien umsetzt. Er hat 2024 seinen Master in Choreografie an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden abgeschlossen und ist derzeit in deren Künstlerischen Meisterklasse eingeschrieben. Zudem ist er Mitglied der Doktorandengruppe „WeAreOne“ an der Universität Göttingen und arbeitet mit dem Museum Friedland sowie dem Boat People Project zusammen.
Wieczorek, Anna (Laura)
Anna (Laura) Wieczorek ist seit 2025 Assistenzprofessorin für Angewandte Tanzwissenschaft am Orff-Institut der Universität Mozarteum Salzburg.Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Tanzwissenschaft, Dramaturgie und kritischer Historiographie, mit einem Fokus auf das Verhältnis von Theorie und Praxis, Zugänglichkeit sowie die Ästhetik von Tanz und Audiodeskription. Seit 2022 ist sie stellvertretende Vorsitzende der Gesellschaft für Tanzforschung (gtf).
Wu-Kang, Chen
Wu-Kang wurde in Taiwan geboren und arbeitete zwölf Jahre mit dem Choreografen Eliot Feld in New York. 2004 gründete er HORSE, dessen Werke international tourten und mehrfach ausgezeichnet wurden, u. a. „Velocity“ und „2 Men“. 2020 entstand „Dances for Wu-Kang Chen“ (Taishin Award 2021). Seine Arbeiten wurden international gezeigt und umfassen zahlreiche Stücke zwischen Tanz, Performance und digitalem Format.
Zahn, Sabine
Sabine Zahn (Berlin) ist Künstlerin, Forscherin und Lehrende an der Schnittstelle von Choreografie, urbaner Praxis und räumlicher Transformation. Sie untersucht, wie Raum durch körperlich-sensorisches Handeln entsteht und welches transformative Potenzial darin liegt. In Zusammenarbeit mit Architektinnen (u. a. raumlaborberlin) und Tanzkünstlerinnen (AREAL Berlin, Choreographisches Milieu Berlin) entwickelt sie eine forschende Bewegungspraxis mit Performances, Walkshops, Seminaren und Publikationen. Zuletzt war sie Fellow an der DAS Graduate School Amsterdam und Senior Fellow am RIFS, Research Institute for Sustainability.
Zou, Long
Long Zou begann seine Tanzausbildung an der Guangzhou Art School in China und setzte sie an der Central School of Ballet in London fort. 2007 erreichte er das Halbfinale des Prix de Lausanne. Er tanzte u. a. bei Les Ballets Trockadero de Monte Carlo (2009–2011, 2016–2019) und tourte international. 2013–2015 war er Ballettmeister am Jinxing Dance Theatre in Shanghai. Von 2019–2023 war er Solist bei Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln, seit 2023/24 ist er Solist beim Ballett am Rhein.




